Die Gemeinde Köniz hat die Möglichkeit, das Gewerbeareal Gartenstadtstrasse 1–5 direkt beim Bahnhof zu erwerben. Dass die öffentliche Hand an dieser hervorragenden Lage zum Zug kommt, ist alles andere als selbstverständlich: Meist werden solch zentral gelegene Grundstücke an den Meistbietenden verkauft. Mit dem Kauf kann sich die Gemeinde wichtigen strategischen Handlungsspielraum sichern. Der Gemeinderat, eine Zweidrittelmehrheit des Parlaments und Parteien von links bis rechts empfehlen den Stimmbürger:innen ein JA zu diesem Geschäft.
Die Gemeinde Köniz beantragt den Kauf der Gebäude an der Gartenstadtstrasse 1–5 zum Preis von 9,9 Millionen Franken. Das Grundstück liegt direkt neben der S-Bahn-Haltestelle Köniz in der Arbeitszone. Die bestehenden Gebäude sind abbruchsreif und asbestbelastet; eine Abbruchbewilligung liegt bereits vor. Geplant ist die Errichtung einer Fernwärmezentrale, wofür bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet wurde. Zusätzlich soll das Areal Raum für einen neuen Verwaltungsstandort bieten. Nicht von der Verwaltung genutzte Teile des Areals sollen für die gewerbliche Nutzung entwickelt werden. Das Parlament hat der Vorlage mit 29 zu 10 Stimmen zugestimmt.
Obwohl 9,9 Millionen Franken ein beachtlicher Betrag sind, ist der Preis fair angesichts der Chance, die sich der Gemeinde bietet. Für die gewerbliche Nutzung gibt es bereits Interessent:innen, die der Gemeinde Mieteinnahmen und Baurechtszinse bescheren können. Es handelt sich um eine kluge Investition, nicht um eine einseitige Ausgabe.
Mit dem Kauf sichert sich die Gemeinde wichtige strategische Optionen in einem zentralen Areal. So kann die Gemeinde die verstreuten Verwaltungsräumlichkeiten zentralisieren. Besonders für die rund 100 Mitarbeitenden der Abteilung Soziales bietet sich hier eine zukunftsfähige Lösung, denn an ihrem bisherigen Standort an der Sägestrasse 65 läuft das Baurecht im Jahr 2033 aus.
Die SP Köniz empfiehlt ein klares JA, um diese einmalige Chance nutzen zu können.
Die Gemeinde Köniz plant den Bau einer neuen Passerelle zwischen der S-Bahn-Haltestelle Niederwangen und dem Entwicklungsschwerpunkt Juch/Hallmatt. Diese Infrastruktur soll den Bahnhof direkt mit dem neuen kantonalen Polizeizentrum und weiteren Gewerbegebäuden, wo ab 2028 rund 1400 Menschen arbeiten werden, verbinden. Die bestehende Erschliessung mit den Lift/Treppentürmen auf die Riedmoosbrücke verfügt nicht über ausreichend Kapazität für diese Menge an Personen. Deswegen soll die neue Passerelle die bestehende Verbindung ergänzen. Der Gemeinderat und das Parlament empfehlen einstimmig ein JA zu diesem Geschäft.
Die Gemeinde Köniz beantragt einen Baukredit von 12,6 Millionen Franken für den Bau einer neuen Passerelle zwischen der S-Bahn-Haltestelle Niederwangen und dem Entwicklungsschwerpunkt Juch/Hallmatt. Die knapp vier Meter breite Brücke quert rechtwinklig die Bahnlinie und Autobahn und verbindet den Bahnhof direkt mit dem künftigen Polizeizentrum und Gewerbegebäuden. Das Projekt sieht eine Stahlkonstruktion mit Lift und Treppe sowie eine begrüntes Dach vor, und soll gleichzeitig als Trasse für Fernwärmeleitungen von Energie Wasser Bern dienen. Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum von Frühjahr 2027 bis zum zweiten Halbjahr 2028 geplant, wobei Bund und Kanton rund 7,7 Millionen Franken an Geldern aus dem Agglomerationsprogramm beitragen. Diese Gelder werden der Gemeinde rückwirkend vergütet, weswegen der ganze Baukredit dem Volk vorgelegt wird. Das Parlament hat der Vorlage mit 39 zu 0 Stimmen zugestimmt.
Die SP Köniz empfiehlt ein JA für die Passerelle Niederwangen.