Das Parlament hat den Kredit für die Erweiterung des Fussballfeldes Lerbermatt, den Bau von Garderoben und einem Klubheim für den FC Wabern trotz einigen Kritikpunkten bewilligt. Für die grosse Mehrheit der SP-JUSO-Fraktion überwog die Notwendigkeit einer längst überfälligen Investition in eine seit Jahrzehnten übernutzen Fussballbreitensportanlage.
Seit der Überweisung des überparteilichen Postulats „Verbesserung der Fussballinfrastruktur im Raum Wabern“ sind fast 10 Jahre vergangen. Damals wie heute ist unbestritten, dass die aktuelle Situation der Lerbermatt-Fussballanlage unbefriedigend ist. Auch unbestritten ist, dass es mehr Sportanlagen in Köniz braucht. Und unbestritten ist, dass der FC Wabern, einer der grössten Fussballclubs der Gemeinde, einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit, die Integration, die Gemeinschaftsbildung und für die Förderung des Frauen-Fussballs leistet.
In den vergangenen 10 Jahren ist der FC Wabern weiter gewachsen, die damals schon vom Parlament attestierte Dringlichkeit hat sich also noch weiter verschärft. Nun hat das Parlament den Kredit für die Erweiterung des Fussballfeldes und den Bau für Garderoben und das integrierte Vereinslokal bewilligt.
Da das Bauprojekt mittlerweile fast sechs Jahre alt ist, musste es vollumfänglich überprüft und überarbeitet werden. Bau- und Energiekosten sind massiv gestiegen und das Gebäude muss den veränderten energetischen Anforderungen entsprechen. Die SP-JUSO-Fraktion unterstützt die Energiestandards der Gemeinde zur Erreichung der Klimaziele. Trotzdem macht sie beliebt, dass eine Ausnahmereglung für Clublokale, Buvetten, und ähnliche Freizeitlokale in vergleichbarer Grösse gefunden wird, damit diese nicht die höchsten Energiestandards erfüllen müssen.
Bezeichnenderweise spricht der FC Wabern nicht von einem Clublokal, sondern von einem Klubheim: Denn neben der sportlichen Betätigung auf dem Rasen ist auch das soziale Miteinander für das aktive Vereinsleben enorm wichtig und fördert nachhaltig Motivation sich im Verein ehrenamtlich zu engagieren. Der FC Wabern wird das zukünftige Klubheim betreiben. Der SP-JUSO-Fraktion ist es vor dem Hintergrund der Gleichbehandlung der Vereine wichtig darauf hinzuweisen, dass der FC Wabern, wie andere Vereine, welche die Schul- und Sportanlagen der Gemeinde Köniz nutzen, entsprechende Gebühren entrichten müssen.
Die Mehrheit der SP-JUSO-Fraktion ist der Ansicht, dass es sich um eine längst überfällige Investition an eine stark genutzte – ja übernutzte – Infrastruktur handelt. Die Grösse des Rasens, die Sturzräume und Lichtmasten entsprechen nicht den Mindestanforderungen des Fussballverbandes. Die Garderobensituation ist prekär, teilweise müssen sich Kinder und Jugendliche aufgrund Platzmangels im Gang oder in einer Ecke umziehen. Zudem braucht der Verein einen eigenen, genügen grossen Materialraum. Für die Mehrheit der SP-Juso-Fraktion ist daher klar, dass mit dem Bauvorhaben nicht mehr länger zugewartet werden kann.
Das eine tun, das andere nicht lassen
Die SP-JUSO-Fraktion hat den Gemeinderat angehalten, die bereits angefangene Suche nach weiteren Sportanlagen aktiv fortzusetzen und das Könizer Bewegungs- und Sportanlagenkonzept zu überarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.